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Wie finde ich den Beruf oder das Studium, das zu mir passt?

Bei der Berufswahl kommt es auf die eigenen Talente und Stärken an

Berufswahl in drei Schritten

Was man gerne macht, macht man in der Regel auch gut. Wenn du gerade  mitten in der Berufswahl bist und nicht genau weißt, welches Studium oder welche Ausbildung zu dir passen könnte, solltest du erst einmal darüber nachdenken, in welchen Bereichen deine persönlichen Stärken liegen, was deine Talente sind.

1. Die Selbsteinschätzung

Welcher Beruf passt zu mir? Die Beantwortung dieser Frage fällt manchen leicht - und vielen schwer. Vielleicht hast du als Kind schon davon geträumt, Kraftfahrzeugmechaniker oder Ärztin zu werden und kannst dir nicht vorstellen, irgendetwas anderes zu machen. Vielleicht hast du aber auch durch deine Eltern und die Schule nur erfahren, was du alles nicht gut kannst und hast überhaupt keine Ahnung, wohin dein Weg gehen soll. Oder deine Eltern haben einen Beruf für dich ausgesucht, den du nicht magst aber dir fällt auch nichts besseres ein.

Um den für dich richtigen Beruf zu finden, solltest du systematisch vorgehen. Deine persönlichen Stärken und Talente kannst du schon herausfinden, indem du dir einmal überlegst:

  • welche Dinge du als Kind gerne getan hast,
  • von welchem Beruf und welchen Lebensumständen du als Kind geträumt hast,
  • welche Talente und Fähigkeiten du hast,
  • was dich am meisten interessiert,
  • welche Dinge du am liebsten tust, was dein Herz erwärmt, was dich glücklich macht,
  • wie du gerne einen freien Tag verbringst,
  • was deine Hobbys sind,
  • welche deine Lieblingsfächer in der Schule sind.

Wichtig ist, das du nicht nur darauf achtest, was du gut kannst, sondern vor allem darauf, was du am liebsten machst. Das zu berücksichtigen ist die beste Voraussetzung für ein erfolgreiches Studium oder eine gelungene Ausbildung - das hilft dir morgens auch besser aus dem Bett, wenn um sechs der Wecker klingelt.

2. Die Suche nach dem Beruf konkretisieren

Im nächsten Schritt gilt es herauszufinden, welche Ausbildungsberufe oder Studiengänge am besten zu deinen Stärken, Talenten und Interessen passen. Machmal geben die Lieblingsfächer, Hobbys und Freizeitaktivitäten entscheidene Hinweise, in welche Richtung es gehen soll. Um die Suche nach dem für dich richtigen Beruf zu konkretisieren, kannst du:

  • mit Freunden und Bekannten sprechen, die bereits studieren oder in einer Ausbildung sind. Sie können wertvolle Tips geben und offene Fragen klären.
  • die Berufsberatung der Arbeitsagentur, die Studienberatung an der Uni oder private Berater (z.B. JAM e.V.  in Moers) aufsuchen, die dabei helfen, den passenden Studiengang oder Ausbildungsplatz zu finden.
  • Praktika machen oder dir einen Nebenjob suchen. Solche Tätigkeiten schlagen oft die Brücke von der Schule ins Berufsleben. Wer z.B. eine Woche Einblick in die Tätigkeit eines Gärtners gewonnen hat, kann anschließend mit größerer Sicherheit sagen, ob der Job etwas für ihn ist oder nicht.
  • eine Abiturienten- oder Berufsorientierungsmesse besuchen. Dort triffst du Vertreter von Universitäten, weiterführenden Schulen, Unternehmen und Institutionen, und kannst dich über Ausbildungsberufe, Studiengänge, ein freiwilliges soziales Jahr oder Auslandsaufenthalte informieren. So findet zum Beispiel einmal jährlich eine Jugendmesse für Studien- und Berufsorientierung in Moers statt. Infos.........
  • ein Schnupperstudium absolvieren oder am Tag der offenen Tür die Uni deiner Wahl besuchen, dich mit Studenten unterhalten und den Uni-Alltag kennenlernen.
  • wenn du dich für den künstlerischen Bereich interessierst, einen Mappen-Vorbereitungskurs besuchen, der dir hilft herauszufinden, ob du eine Chance hast, an einer Design- oder Kunsthochschule angenommen zu werden. Solche Kurse gibt es an privaten Instituten, aber auch an mancher Volkshochschule.

3. Eine Entscheidung treffen

Wenn du dir über deine Stärken und Interessen klar geworden bist, alle wichtigen Informationen eingeholt hast und weißt, was du willst, geht es in Richtung Entscheidung. Grundsätzlich solltest du das auswählen, was dir die meiste Freude bereitet und dich nicht davon leiten lassen, was andere dir raten oder wo du vermeindlich das meiste Geld verdienen wirst. Auch sich allein daran zu orientieren, was derzeit auf dem Arbeitsmarkt am gefragtesten ist, ist meist der falsche Ansatz. Ein Tipp: Spiel die Wahl vorher in Gedanken durch und stell dir möglichst konkret vor, wie es im jeweiligen Beruf später sein wird. Wenn du ein positives Gefühl gefühl hast, wird der Weg vermutlich der richtige sein.

Und schließlich gilt: auch mit einer "faschen" Berufsentscheiung ist nicht alles verloren. Der Weg ins Berufsleben ist keine Einbahnstraße, sondern eine Entdeckungsreise. Wenn man schon nach kurzer Zeit merkt, dass man nicht die richtige Entscheidung getroffen hat, findet sich meist relativ leicht eine Alternative.

 


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